{"id":760,"date":"2017-05-02T16:00:37","date_gmt":"2017-05-02T14:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/welt-der-kinder.gei.de\/?p=760"},"modified":"2022-12-22T15:59:49","modified_gmt":"2022-12-22T14:59:49","slug":"call-for-papers-digimet-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/welt-der-kinder.gei.de\/?p=760","title":{"rendered":"Call for Papers: DIGIMET 2017"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Call for Papers:<\/strong><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Quellen und Methoden der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter<\/strong><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Neue Zug\u00e4nge f\u00fcr eine etablierte Disziplin?<\/strong><\/h1>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>DIGIMET 2017<\/strong><\/h1>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>25.\/26. September 2017<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Berlin<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/welt-der-kinder.gei.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/CfP-DH-Abschlusstagung-WdK-02.05.2017.pdf\">Download CfP<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Geschichtswissenschaft hat die Diskussion um gro\u00dfe Datenmengen und der Umgang mit Methoden und Theorien aus verschiedenen disziplin\u00e4ren Kontexten eine lange Tradition. Dennoch scheint die fortschreitende Digitalisierung Fragen und Herausforderungen zu evozieren, die f\u00fcr das Fach neu sind, die nach neuen Arbeitsweisen verlangen und Historiker\/innen fordern, den Methodenkanon ihres Faches zu erweitern.<\/p>\n<p>Zum Ende des Projekts \u201eWelt der Kinder. Weltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderb\u00fcchern zwischen 1850 und 1918\u201c wollen die Projektpartner aus der Geschichts- und Literaturwissenschaft, der Informationswissenschaft und der Informatik gemeinsam mit dem Deutschen Historikerverband (VHD), dem DHI Washington DC, der CLARIN-D Fach-Arbeitsgruppe Geschichte und weiteren historisch arbeitenden oder mit Historiker\/innen kooperierenden Fachgemeinschaften den aktuellen Stand der digitalen Geschichtswissenschaften diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist es, Chancen, Probleme und Herausforderungen f\u00fcr die Weiterentwicklung digitaler historischer Geisteswissenschaften zu er\u00f6rtern und insbesondere die Fragen zu adressieren, wie und warum sich der \u201eWerkzeugkasten\u201c der Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Digitalit\u00e4t ver\u00e4ndert hat bzw. ver\u00e4ndern sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Tagung wird sich auf f\u00fcnf Themenkomplexe konzentrieren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Digitale Quellen, digitale Werkzeuge und die Notwendigkeit der Erweiterung der historischen Quellenkritik<\/strong>. Hier soll es unter anderem um die Frage gehen, welche Implikationen digitale Quellenkorpora (und deren Entwicklung) und Techniken digitaler Editionen f\u00fcr das Methodenarsenal der historischen Forschung haben. Au\u00dferdem soll in einer Art Zwischenbilanz diskutiert werden, wo und wie in digitalen Projekten signifikante Ergebnisse erzielt bzw. neue historische Erkenntnisse gewonnen wurden, in welchem Verh\u00e4ltnis Aufwand und Ertrag stehen und und wie Historiker\/innen mit dem methodischen Eklektizismus umgehen (sollten), der sich zwangsl\u00e4ufig einstellt, wenn sie mit heterogenen \u2013 digitalen und analogen \u2013 Quellen arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. \u201eDigital Born Sources\u201c <\/strong>als Herausforderung f\u00fcr die Zeitgeschichte. Social Media und insbesondere die gewachsene Bedeutung von Twitter- und Blogposts als Medien des zunehmend auch wissenschaftlichen Austausches stehen f\u00fcr die schnellen Ver\u00e4nderungen im \u201edigitalen Zeitalter\u201c und f\u00fcr ganz neue Ordnungen des Wissens. Sie bieten Historiker\/innen Massenquellen von Subjekten, die sich in klassischen Archivsystematiken nicht wiederfinden, was f\u00fcr die Forschung die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet, ganz neue Fragen stellen und beantworten zu k\u00f6nnen. Archive und Bibliotheken m\u00fcssen f\u00fcr diese Form des Wissens gleichwohl angepasste Auswahl- bzw. Relevanzkriterien definieren, neue Formate f\u00fcr eine forschungsad\u00e4quate Wissensspeicherung entwickeln und sich damit auseinandersetzen, wer den Zugang zu diesem Quellenmaterial regelt (Politik, Industrie, Wissenschaft?). Historiker\/innen hingegen werden lernen m\u00fcssen, mit diesen umfangreichen Datenbest\u00e4nden methodisch sinnvoll umzugehen. Zudem soll diskutiert werden, welche Tools und kritische Methoden der Auswertung wir entwickeln m\u00fcssen, wenn Social Media bzw. Hypertexte historisch analysiert und wissenschaftlich reflektiert werden sollen.<\/p>\n<p><strong>3. Neue Arbeitsweisen und die Herausforderungen der Interdisziplinarit\u00e4t.<\/strong> In Abgrenzung zum ersten Themenbereich geht es hier explizit um neue Werkzeuge und Methoden. \u00dcber welche Kompetenzen sollten bzw. m\u00fcssen Forscher\/innen oder Arbeitsgruppen verf\u00fcgen, um sowohl die traditionelle kritische Quellenkritik als auch die f\u00fcr die neuen Medien erforderlichen Methoden anzuwenden? Erw\u00fcnscht sind sowohl Beitr\u00e4ge, die aus anderen F\u00e4chern in die digitale Geschichtswissenschaft eingebrachte Arbeitsweisen thematisieren als auch solche, die sich mit Werkzeugen besch\u00e4ftigen, die origin\u00e4r f\u00fcr die historische Forschung neu entwickelt worden sind. Ebenso soll diskutiert werden, inwieweit interdisziplin\u00e4re, kollaborative Arbeitsweisen aus den DH in den Geschichtswissenschaften Fu\u00df fassen und wie die historische Arbeitsweise auf andere an DH-Projekten beteiligte F\u00e4cher zur\u00fcckwirken. Sehen wir die Informationswissenschaften und Informatik als eine neue \u201eHilfswissenschaft\u201c unserer Disziplin? Und welche Rolle spielen die unter-schiedlichen disziplin\u00e4ren Vertreter mit ihren Zug\u00e4ngen bei der Anbahnung neuer Projekte in den digitalen Geschichtswissenschaften? Arbeitsberichte sind hier explizit erw\u00fcnscht. Die Organisatoren behalten sich vor, parallel laufende Gespr\u00e4chsrunden zu konkreten Erfahrungen und deren Implikationen anzubieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Digitale Infrastrukturen, Finanzierung und rechtliche Bedingungen<\/strong>. Viele Projekte leiden momentan an dem \u201eGeburtsfehler\u201c, dass sie aus finanziellen Gr\u00fcnden auf vorhandenes, also nicht explizit f\u00fcr die Fragestellungen eines Projektes digitalisiertes Quellenmaterial zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen und kommerzielle Tools nicht breit genug anwenden k\u00f6nnen. Gleichzeitig stehen viele Projekte vor dem gro\u00dfen Problem der langfristigen Sicherung und Pflege digitalisierter Quellen und den daraus hervorgegangenen Forschungsergebnissen, wie sie beispielsweise in Datenbanken eingegangen und f\u00fcr sie aufbereitet worden sind. Wer kann Nachhaltigkeit in Speicherung und Systempflege garantieren und wie kann diese finanziert werden? Welche Folgen hat es mittel- und langfristig gesehen f\u00fcr die historische Forschung und die Bereitschaft der Forschenden, digital zu arbeiten und zu publizieren, wenn Digitalisate sowie Forschungsergebnisse bereits wenige Jahre nach Projektende nicht mehr zug\u00e4nglich sind? Der Aspekt finanzieller und technischer Sicherung wird zum einen erg\u00e4nzt durch Fragen der Qualit\u00e4tskontrolle digitaler Projekte und ihrer Ergebnisse. Hierf\u00fcr w\u00e4re eine Diskussion \u00fcber die Ausgestaltung eines spezifischen Rezensions-\/Berichtswesen w\u00fcnschenswert. Zum anderen ergeben sich mit der Digitalisierung von Quellen urheberrechtliche Probleme, die ebenfalls diskutiert werden m\u00fcssen. Welche Gemeinsamkeiten, aber auch welche Herausforderungen bestehen in dieser Hinsicht im internationalen Vergleich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> 5. Lehre und Ausbildung der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter. <\/strong>Die Ausformung der digitalen Geschichtswissenschaft bedingt einen ge\u00e4nderten methodischen Zugang zu z.T. neuen Quellengattungen. Die universit\u00e4re Ausbildung muss hierauf dringend reagieren und ein ver\u00e4ndertes Curriculum in den Grundwissenschaften oder ggf. neue\/erweiterte Studieng\u00e4nge schaffen. Entscheidend ist nicht zuletzt, dass die Digital Humanities und die traditionelle Geschichtswissenschaft die jeweilige Sprache verstehen und das jeweilige Forschungs- bzw. Erkenntnisinteresse nachvollziehen k\u00f6nnen. Ein intensiver Dialog kann aber nur entstehen, wenn es eine gemeinsame Grundlage gibt. Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Einbindung der Digitalen Geschichtswissenschaft in die bestehende Lehre sind gefragt. Dar\u00fcber hinaus interessiert, welche Erfahrungen mit sogenannten Citizen Science-Projekten bestehen und welche man im Sinne der Best-Practice weiterentwickeln sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Tagung wird veranstaltet vom Leibniz-Wettbewerbsprojekt \u201e<a href=\"https:\/\/welt-der-kinder.gei.de\/\">Welt der Kinder<\/a>\u201c (koordiniert am GEI Braunschweig), dem DHI Washington\/der Max Weber Stiftung (MWS), dem VHD, der F-AG Geschichte in CLARIN-D und der AG \u201eDigitale Geschichtswissenschaft\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wir bitten alle Interessierten Abstracts von maximal 300 W\u00f6rtern zu formulieren und diese unter Angabe des thematischen Blocks, zu dem die eigene Pr\u00e4sentation m\u00f6glichst zugeordnet werden soll, bis zum 15.06.2017 \u00fcber <a title=\"easychair\" href=\"https:\/\/easychair.org\/conferences\/?conf=digimet2017\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">easychair<\/a> [<cite class=\"_Rm\">https:\/\/easychair.org\/conferences\/?conf=digimet2017<\/cite>] einzureichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bei technischen Problemen oder R\u00fcckfragen wenden Sie sich an das Projektteam Dr. Andreas Wei\u00df <a href=\"javascript:secureDecryptAndNavigate('c7AfFIBDzYx24Cna0tBU0fDi+pdsSFjDBPQVdPKnsGbzHH7pTY0BmKIxEVVc+Nnj1gfAt82pRxYUB9ZMbTGjmA+yUA==', '1166cf110540bb59acf6d359c947bcf78c6adf3e3399e5ec60854d2634c7b9cd')\">weiss [at] gei [dot] de<\/a> oder Maik Fiedler <a href=\"javascript:secureDecryptAndNavigate('ALsAEXNz+9W6VeZRZoWa84QMhgMsjCyoxnW+3o2OlmuU7mDqQlw00EMhzhTXS273OuFvte4g9XFlgbwfQSqm8ii9s63P', '1166cf110540bb59acf6d359c947bcf78c6adf3e3399e5ec60854d2634c7b9cd')\">fiedler [at] gei [dot] de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Genaure Angaben zu Tagungsort und \u2013zeit werden fr\u00fchzeitig genug \u00f6ffentlich bekanntgegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zu- bzw. Absagen erfolgen in der zweiten Julih\u00e4lfte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Georg-Eckert-Institut Braunschweig (Georg-Eckert-Institut)<\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Deutsches Historisches Institut Washington (DHIW)<\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD)<\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">CLARIN-D Fach-AG Geschichte<\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\">AG &#8222;Digitale Geschichtswissenschaft&#8220; im VHD<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Call for Papers: Quellen und Methoden der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter Neue Zug\u00e4nge f\u00fcr eine etablierte Disziplin? DIGIMET 2017 \u00a0 25.\/26. September 2017 Berlin Download CfP &nbsp; In der Geschichtswissenschaft hat die Diskussion um gro\u00dfe Datenmengen und der Umgang mit Methoden und Theorien aus verschiedenen disziplin\u00e4ren Kontexten eine lange Tradition. 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