{"id":28,"date":"2014-04-22T10:22:26","date_gmt":"2014-04-22T08:22:26","guid":{"rendered":"http:\/\/welt-der-kinder.gei.de\/?p=28"},"modified":"2022-12-22T15:59:50","modified_gmt":"2022-12-22T14:59:50","slug":"projektstart-welt-der-kinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/welt-der-kinder.gei.de\/?p=28","title":{"rendered":"Projektstart &#8222;Welt der Kinder&#8220;"},"content":{"rendered":"<h2>\u201eWeltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderb\u00fcchern zwischen 1850 und 1918\u201c<\/h2>\n<p><b>Kinder sehen die Welt mit anderen Augen. Zugleich pr\u00e4gt die Sozialisation ihre Sicht der Dinge \u2013 heute wie vor 100 Jahren. Mit welchem Wissen von der Welt sind Kinder und Jugendliche damals aufgewachsen? Mit dieser Frage besch\u00e4ftigt sich ein breit angelegtes wissenschaftliches Projekt, bei dem sieben verschiedene wissenschaftliche Institute und Bibliotheken unter Federf\u00fchrung des Georg-Eckert-Instituts (GEI) zusammenarbeiten. Das Forscherteam erprobt dabei neue Methoden der Digital Humanities und verbindet hermeneutische mit informatischen Ans\u00e4tzen.<\/b><\/p>\n<p>Im 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert erleben Bildung und Wissen eine Revolution \u2013 neben dem rasanten technologischen Wandel setzen sich Schulpflicht, Buchkultur sowie Schulb\u00fccher als Massenmedien durch. Dabei weiten und verengen die Globalisierungs- und Nationalisierungstendenzen im Deutschen Kaiserreich den Blick: Welche Bilder von der Welt hatten Heranwachsende unter diesen Bedingungen und wie haben sie sich ver\u00e4ndert? Diese Frage steht im Zentrum des auf drei Jahre angelegten wissenschaftlichen Vorhabens. Daf\u00fcr untersuchen die beteiligten Wissenschaftler diejenigen gedruckten Medien, zu denen Kinder in einer Zeit ohne Internet, Fernseher oder Radio Zugang hatten: \u00dcber 7.000 Schulb\u00fccher sowie Kinder- und Jugendb\u00fccher.<\/p>\n<p>Die herausragende Quellenbasis erm\u00f6glicht es, die Ver\u00e4nderung von Wissensbest\u00e4nden im zeitlichen Verlauf zu analysieren. Gleichzeitig k\u00f6nnen zum Beispiel unterschiedliche Medientypen wie Schul- und Kinderb\u00fccher miteinander verglichen werden.<\/p>\n<h2>Hermeneutik versus Digital Humanities?<\/h2>\n<p>Ausgehend von einer geschichtswissenschaftlichen Frage erprobt das Projekt als eines der ersten in Deutschland Werkzeuge der Digital Humanities. Es fragt dabei, welche informationstechnologischen Verfahren geeignet sind, um die riesige Anzahl an digitalen Quellen zu analysieren und wie diese weiterentwickelt werden k\u00f6nnen. Mittels computergest\u00fctzer Analysen lassen sich die Themenfelder sowie Haltungen zu bestimmten Themen per Mausklick visualisieren \u2013 die Analyse geht so \u00fcber rein quantitative Verfahren hinaus und trifft auch Aussagen zur Semantik.<\/p>\n<p>Inwieweit diese sinnvolle Ergebnisse liefern, wird mit hermeneutischen Verfahren \u00fcberpr\u00fcft und ins Verh\u00e4ltnis gesetzt. Die enge Zusammenarbeit von Historikern, Literaturwissenschaftlern sowie Informatikern und Informationswissenschaftlern verspricht so neue Erkenntnisse \u00fcber Potenziale und Grenzen digitaler Methoden und Werkzeuge f\u00fcr die historische Forschung.<\/p>\n<p>Beteiligt sind das Braunschweiger Georg-Eckert-Institut \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr internationale Schulbuchforschung, das Deutsche Institut f\u00fcr Internationale P\u00e4dagogische Forschung (DIPF) mit Sitz in Frankfurt am Main und Berlin, die Technische Universit\u00e4t Darmstadt und die Universit\u00e4ten Hildesheim, G\u00f6ttingen und Z\u00fcrich sowie die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) M\u00fcnchen. Das transdisziplin\u00e4re Projekt schl\u00e4gt so nicht nur eine Br\u00fccke zwischen verschiedenen Fachrichtungen, sondern auch zwischen au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungsinstituten und Universit\u00e4ten sowie zwischen Forschung einerseits und digitalen Bibliotheken andererseits.<\/p>\n<p><i>Gef\u00f6rdert wird das Projekt im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens der Leibniz-Gemeinschaft (Senatsausschuss Wettbewerb \u2013 SAW) und geleitet wird es von Prof. Simone L\u00e4ssig (Direktorin des GEI), und Robert Str\u00f6tgen (Leiter der Abteilung \u201eDigitale Informations- und Forschungsinfrastrukturen\u201c am Georg-Eckert-Institut). <\/i><\/p>\n<p>________________________________________________________________<\/p>\n<p><i>Offizielle Pressemitteilung<br \/>\n<\/i><\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b><br \/>\nPresse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit (kommissarisch), Direktionsassistenz \/ Institutsleitung<br \/>\nGeorg-Eckert-Institut \u2013 Leibniz-Institut f\u00fcr internationale Schulbuchforschung<br \/>\nCeller Stra\u00dfe 3<br \/>\n38114 Braunschweig<br \/>\nTel.: 0531-59099-330<br \/>\nEmail: <a href=\"javascript:secureDecryptAndNavigate('M8JvAL5J4YAld9VNymTdCUpstCI0YJqFaKtlbjZ4MX2RlmRsL\/d7hSHM1z8lxrsOOQ6uEa9OsnViK5Mko+SZ4M3brU3l1g==', '1166cf110540bb59acf6d359c947bcf78c6adf3e3399e5ec60854d2634c7b9cd')\">schoneville [at] gei [dot] de<\/a><br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.gei.de\">www.gei.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWeltwissen und Weltdeutung in Schul- und Kinderb\u00fcchern zwischen 1850 und 1918\u201c Kinder sehen die Welt mit anderen Augen. 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